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F-Balance

Equine Podologie

Pferd in der Balance

 

Die angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen des Pferdes spiegeln sich in dessen Hufen wieder. Ziel der Hufzubereitung ist es, jeden Huf in seine individuelle Form und Balance zu bringen, damit das Pferd seine Leistungsfähigkeit sowie Gesundheit erhalten kann.


Entspricht die Form des Hufes nicht zu 100% der Schiefe des Pferdes, so reagiert das Pferd mit Kompensationen. Diese sind muskuläre Verspannungen, veränderte Gliedmaßenstellungen und -Führungen, Formveränderungen des Hufes und Pathologien wie Huferkrankungen, Erkrankungen der Gelenke, Sehnen, Knochen und Muskeln.

 

Die F-Balance ist das einzige Konzept der Hufzubereitung, welches sich an anatomischen, messbaren Faktoren des Hufes orientiert und somit ein individuelles und reproduzierbares Ergebnis erzielt. Durch Berücksichtigung der medio-lateralen Flexibilität kann der Huf wieder in seine Balance gebracht werden.

F-Balance Methode

 

Eigentlich ganz einfach, oder?

 

Die Bearbeitungsart ist zwar an fast jedem Huf anwendbar und zwar immer auf die gleiche Weise, aber einfach umzusetzen ist es nicht.

 

F-Balance kann man sich nicht aneignen, in dem man das Buch "F-Balance - Die Rückkehr zur Essenz der equinen Podologie" von Daniel Anz liest, oder mal einem F-Balance-Podologen über die Schulter schaut. Es gehört weit mehr dazu, die natürlichen Informationen des Hufes zu erkennen.

 

Der Huf des Pferdes zeigt drei natürliche Faktoren:

 

  1. Der Stresspunkt der Trachten
  2. Das Niveau der funktionalen Sohle
  3. Der dorsale Wandwinkel (Bild unten)
     

Beurteilung von Dysbalancen

 

  1. Kontrolle der Trachtenlänge mit dem Spitzzirkel
     
  2. Information der Wandwinkel
     
  3. Verlauf der Hornröhrchen / Wandwinkel
     
  4. Hoch gestauchte Krone
     
  5. Streichen und Greifen
     
  6. Hornspalten

Häufige Fragen zur F-Balance

 

Warum wird bei der Berücksichtigung der F-Balance die Anwendung der meisten therapeutischen Beschläge vermieden?

 

Weil zu den derzeitigen Kenntnissen über den Pferdehuf die longitudinale Flexibilität des Hufes und das Nachgehen und Respektieren der natürlichen Grenze der funktionalen Sohle dazugekommen sind. Die F-Balance ermöglicht die körperliche Stabilisierung und Ausbalancierung der Pferde sowie die Vorbeugung und Heilung von Pathologien, die durch die therapeutischen Beschläge des traditionellen Systems bloß gelindert werden. Therapeutische Beschläge heilen die Primärursache der Beschwerden nicht. Das F-Balance Konzept verwirft die Nutzung therapeutischer Beschläge nicht gänzlich, verwendet diese aber in der Regel nicht, weil die Pferde meist ohne diese Beschläge geheilt werden können.

 

Welche Unterschiede bestehen zwischen der traditionellen Hufzubereitungstechnik und dem F-Balance-Ansatz?

 

Die traditionelle Hufzubereitung:

  • Strebt immer plan ausgeschnittene Hufe an.
  • Zieht die natürlichen Grenzen nicht in Betracht, wodurch die Hufstruktur beeinträchtigt wird.
  • Berücksichtigt nicht die natürliche longitudinale Flexibilität des Hufes.
  • Hat die Körperbalance des Pferdes nicht als Ziel.
  • Fokussiert darauf, die Folgen der Beschwerden zu bekämpfen.
  • Ist weder messbar noch systematisch wiederholbar.
  • Beruht bei der Übermittlung der Technik auf subjektiven Anhaltspunkten.
  • Erfüllt persönliche Wünsche und übersieht die Bedürfnisse des Pferdes.

 

Die F-Balance:

  • Bereitet den Huf anhand sichtbarer und natürlicher Anhaltspunkte zu.
  • Berücksichtigt die natürliche longitudinale Flexibilität des Hufes.
  • Setzt sich bei der Zubereitung das Körpergleichgewicht des Pferdes als Ziel.
  • Fokussiert darauf, die Ursachen der Beschwerden zu lösen.
  • Ist messbar und systematisch wiederholbar.
  • Beruht bei der Übermittlung auf objektiven Anhaltspunkten.
  • Entspricht den Bedürfnissen des Pferdes und ignoriert die Wünsche des Podologen.

 

Unterschied zu konventionellen Bearbeitungsmethoden

 

Die traditionellen Methoden basieren auf Idealbildern. Somit wird meist versucht, den subjektiven Wunsch des Podologen und des Besitzers umzusetzen.

Mittlerweile wissen wir, dass der Huf natürliche und präzise definierbare Grenzen hat, um ihn auszuschneiden. Bei einem schiefen Huf it medio-lateralem Ungleichgewicht liegt eine Verwindung der Hornkapsel vor. Die Grenze der funktionalen Sohle verläuft also spiralförmig. Traditionelle Methoden suchen jedoch immer eine plane Huffläche als Resultat der Bearbeitung. Somit können sie also die natürlichen Grenzen nicht respektieren und sind gezwungen, funktionales Material des Hufes zu entfernen. Dies erzeugt partielle Überlastung der Strukturen.

Darüber hinaus lösen traditionelle Methoden nicht das Problem einer medio-lateralen Verschiebung der Hornkapsel und provozieren dadurch Ungleichgewichte, die sowohl Zehenstand und Fesselachse als auch die medio-laterale Stellung der Hornkapsel beeinträchtigen. Es ist auf diese Weise unmöglich, jeden Huf bei jedem Pferd individuell zu balancieren.

Ohne bewusste Definition und handwerkliche Berücksichtung der longitudinalen Flexibilität und seiner natürlichen Grenzen ist eine Technik der Hufbearbeitung weder messbar noch reproduzierbar. Daher schneidet man traditionell jedes Mal etwas anders aus und jeder Podologe arbeitet anders. Diese Techniken erfüllen also persönliche Ideen und Vorstellungen, gehen jedoch weit an den Bedürfnissen des Pferdes vorbei!

Der neue Weg - die F-Balance - basiert auf der unbedingten Erfüllung der Bedürfnisse des Pferdes. Dies geschieht durch eine Hufbearbeitung, welche die natürlichen Grenzen des Hufes respektiert. Diese zeigen nämlich exakt an wo und in welchem Maße sich medio-laterale Unbalance oder Verschiebungen der Hornkapsel befinden. Dies ermöglicht uns, dass Pferd genau so zu stellen wie es uns in diesem Moment seines Lebens zeigt und fordert. Es wird konsequent die körperliche Beschaffenheit des Pferdes respektiert - sei diese nun perfekt oder nicht. Dies ist nur möglich, weil das Konzept F-Balance auf Informationen aufbaut, die natürlich und individuell im Huf manifestiert sind.

Daher ist dieses Konzept sowohl in der Arbeitsqualität und den Orientierungspunkten messbar als auch bei fast jedem Pferd fast jedes Mal reproduzierbar.

Die F-Balance beachtet die natürlichen Grenzen der funktionalen Strukturen und die longitudinale Flexibilität des Hufes. Daher wird beim Ausschneiden nicht zu viel Material entfernt oder stehen geleassen. Der Podologe richtet sich ausschließlich nach den Bedürfnissen des Pferdes und vergisst seine persönlichen Wunschvorstellungen oder die des Besitzers.

 

Wichtigsten Vorteile der F-Balance

 

Das Konzept ist 100% natürlich und respektiert zu 100% die Natur des Pferdes.

Die traditionelle Podologie arbeitet mit dem Verändern der Bodenfläche des Hufes - hier etwas mehr wegnehmen und dort etwas stehen lassen. Dies geschieht, weil bisher kein Konzept über die natürlichen Grenzen zum Ausschneiden un die longitudinale Flexibilität des Hufes bekannt war.

 

Es werden die Bedürfnisse des Pferdes erfüllt und nicht die des Hufbearbeiters oder des Besitzers.

In der konventionellen Arbeitsweise werden die Vorstellungen des Podologen auf das Pferd übertragen.

 

Sie respektiert zu 100% die Konformation des Pferdes, egal ob diese perfekt oder mangelhaft ist.

In der konventiollen Podologie wird dies über subjektive Parameter versucht. Jeder Podologe hat hier andere persönliche Kriterien und erhält damit ebenso subjektive Resultate.

 

Es kann immer auf die gleiche Weise ausgeschnitten werden, da die Referenzpunkte auf Informationen des Hufes basieren. Dies macht die Arbeit reproduzierbar.

Eine konventiolle Hufzubereitung ist jedes Mal anders; sogar beim selben Podologe. Da sie keine reproduzierbaren Faktoren berücksichtigt.

 

Aufgrund der objektiven Informationen des Hufes sind diese für jeden sichtbar, messbar und somit leicht lehrbar.

Die traditionelle equine Podologie ist nicht objektiv lehrbar, da keine konkreten Parameter anwendbar sind.

 

Da sich das Konzept ausschließlich auf die Zubereitung des Hufes richtet, kann der Podologe anschließend jede Art von Hufschutz oder Hufeisen anbringen oder das Pferd barhuf lassen.

 

F-Balance macht die Podologie einfach, messbar und reproduzierbar. Und genau das fürchten viele Hufbearbeiter.

 

Berücksichtigt die F-Balance auch die 3 traditionellen Balancen X, Y und Z?

 

Bei Anwendung der F-Balance werden die drei traditionellen Balancen automatisch und natürlich mitberücksichtigt. Dies geschicht, weil die F-Balance nur natürliche Parameter verwendet und somit die eigene Information des Pferdes.

 

Die Balance X (Huf von vorne gesehen)

wird durch das Kürzen am Stresspunkt und entlang der funktionalen Sohle hergestellt.

 

Die Balance Y (Huf von oben betrachtet)

wird durch das Kürzen am Stresspunkt und entlang der funktionalen Sohle sowie durch die longitudinale Flexibilität erreicht.

 

Die Balance Z (Huf von der Seite betrachtet)

wird auch durch das Kürzen am Stresspunkt und entlang der funktionalen Sohle hergestellt.

 

Das Resultat einer Hufbearbeitung entlang der natürlichen Grenzen des Hufes wird immer eine Harmonie der vier Balancen - X, Y, Z und F - sein.

 

Warum fällt es Anhängern der traditionellen Hufzubereitungstechnik so schwer, diesen neuen Ansatz zu akzeptieren?

 

Es gibt viele Gründe, warum eine große Anzahl Podologen das F-Balance Konzept nicht akzeptieren. Dies beruht in den meisten Fällen auf den Grundregeln des menschlichen Verhaltens. Diese Verhaltensweisen treten ans Licht, wenn – wie in diesem Fall – neue Kenntnisse alt eingesessenes Wissen bedrohen. Im Folgenden werden einige Gründe angeführt, die diese für Menschen normale Abweisung neuer Kenntnisse verursachen:

  • Die Betrachtungsweise des Hufes und des Pferdes im Allgemeinen ist der traditionellen Technik diametral entgegengesetzt; beim F-Balance Konzept handelt es sich schlichtweg um eine andere Denkweise. Podologen und Lehreinrichtungen, die die traditionelle Technik der equinen Podologie anwenden, müssen über Jahrhunderte hinweg angesammelte Kenntnisse ersetzen und das ist nicht einfach.
  • Oft wird davon ausgegangen, dass die Anwendung des Konzepts auch eine Bindung an den Namen bedeutet. Diejenigen, die nicht mit dem Namen des Konzepts in Verbindung gebracht werden wollen, entscheiden, das Konzept zu leugnen. Dies ist bei weitem nicht der Fall. Das Konzept zu kennen und anzuwenden verpflichtet niemanden, sich in irgendeiner Weise an den Namen zu binden.
  • Wenn wir uns etwas Neuem nähern, dann entfernen wir uns entsprechend von dem Alten. Hierdurch werden natürliche Befürchtungen erweckt, vor allem im Zusammenhang mit einem neuen Ansatz, der noch nicht weltweit zu 100 % etabliert ist.
  • Wenn das neue Konzept erstmal verstanden wurde, fragt man sich automatisch, was mit all dem nun unbrauchbar gewordenen Wissen geschehen soll. Da uns das Loslassen schwerfällt und bestimmte Verhaltensweisen voraussetzt, bestehen wir normalerweise auf die uns bekannten Kenntnisse und verweilen in einem Zustand der scheinbaren Sicherheit.
  • Das Konzept würde sich auf einen großen Markt, der vom Verkauf von therapeutischen Beschlägen und anderen Produkten lebt, negativ auswirken, was die Verbreitung des neuen Ansatzes verhindert. Dies könnte sinngemäß mit der Verbreitung von Frieden in einem Umfeld, das von der Herstellung von Waffen lebt, verglichen werden.
  • Manche Vertreter der traditionellen Podologie verfügen über eine große Anzahl an Anhängern, die ihnen Sicherheit verleihen. Die Suche nach neuem Wissen könnte den Verlust besagter Sicherheit mit sich bringen.
     

Bessert sich die Leistung des Pferdes durch die Anwendung der F-Balance?

 

Ja, weil dieses neue Konzept erlaubt, den Körper absolut auszubalancieren und wenn dies erreicht wird, funktionieren alle Organe harmonisch. Wenn ein Pferd nicht hinkt, ist das keine Garantie maximaler Leistung und das Ausbleiben von Schmerzen steht nicht unbedingt für gute Gesundheit.

 

Warum wird das F-Balance-Konzept innerhalb der equinen Podologie als bahnbrechend angesehen?

 

Weil dieses Konzept die natürlichen Anhaltspunkte und die longitudinale Flexibilität des Hufes in Betracht zieht. Diese natürlichen Eigenschaften des Hufes waren immer schon sichtbar, wurden bei der Zubereitung aber bisher nie berücksichtigt.

 

Kann die F-Balance bei allen Pferden angewandt werden?

 

Ja, weil alle Hufe longitudinal flexibel sind und natürliche Ausschnittsgrenzen besitzen. Die Technik der F-Balance wurde nicht vom Menschen erfunden, sondern entspricht einer natürlichen dem Pferdehuf eigenen Eigenschaft. Aus diesem Grund ist sie bei jedem Pferd vorhanden. Die Arbeit des Podologen beruht darauf, diese in Betracht zu ziehen.

 

Eigene Worte zur F-Balance

 

Nach unzähligen Pferden und Ponys, die ich nach der F-Balance-Methode bearbeitet habe kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich diese Art der Hufzubereitung auf etwa 90% der Tiere übertragen lässt. Dank dieser neuen Zubereitungsmethode war es mir möglich vielen Tieren zu helfen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen!

 

Und auch wenn F-Balance ein reproduzierbares Konzept ist, ist jedes Tier doch ein Individuum. Denn für die korrekte Anwendung bedarf es:

  • Wissen und Kenntnisse
  • viel Erfahrung
  • ein sehr gutes Augenmaß
  • und zu guter Letzt: Gefühl für das Tier und seine Hufe
Quelle: "F-Balance - Die Rückkehr zur Essenz der equinen Podologie" von Stephan Stich & Daniel Anz

Fotos/Abb.: Daniel Anz/Stefan Stich/Diana Brückner

Text tlw. übernommen von der Seite www.f-balance.com

Mehr über F-Balance finden Sie unter www.f-balance.com

Infos über mich auf der F-Balance-Website: www.f-balance.com/de/andreas-brueckner/

 

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© 2014-2017 Barhufbearbeitung Andreas Brückner - Website erstellt von Diana Brückner (Letzte Änderung: 27.06.2017)

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