Die untere Hälfte eines Hufes wird mit einer Hufraspel bearbeitet.

Hufbearbeitung

Gesunde Hufe sind die Basis für ein losgelassenes, tragfähiges und schmerzfreies Pferd. Mit einer fachgerechten, regelmäßigen Hufbearbeitung unterstütze ich die natürliche Funktion des Barhufs, erhalte die Hufbalance und beuge typischen Problemen wie Rissen oder Strahlfäule vor.

Was macht ein Hufbearbeiter?

Als Hufbearbeiter (auch Hufpfleger) kümmere ich mich um die Pflege, das fachgerechte Kürzen und das Ausbalancieren von Barhufen. Ziel ist es, den Huf in seiner natürlichen Funktion zu unterstützen, Fehlbelastungen zu reduzieren und dem Pferd eine möglichst komfortable, gesunde Fortbewegung zu ermöglichen. Im Unterschied zum Hufschmied liegt mein Schwerpunkt auf der Gesunderhaltung des unbeschlagenen Hufs.

Hufpflege mit einer Hufraspel

Hufraspel

Die Hufraspel wird verwendet, um die Hufwand nach dem Kürzen zu glätten und zu begradigen sowie die Tragekante sauber in Form zu bringen. Außerdem dient sie dazu, kleine Unebenheiten auszugleichen und die Hufbalance fein nachzuarbeiten.

Hufpflege mit einem Nipper

Hufzange (Nipper)

Mit der Hufzange wird die Hufwand grob gekürzt, indem Hornstücke in kontrollierten „Bissen“ abgezwickt werden; anschließend wird in der Regel mit der Raspel nachgearbeitet. Sie kommt vor allem zum Einsatz, wenn die Hufwand stärker gewachsen ist und effizient auf die gewünschte Länge gebracht werden soll.

Hufpflege mit einem Hufmesser

Hufmesser

Das Hufmesser wird genutzt, um lose oder überschüssige Hornanteile an Sohle, Strahl und Eckstreben kontrolliert abzutragen. So können unterständiges Horn entfernt, der Strahl sauber ausgearbeitet und ggf. faulige Bereiche vorsichtig abgetragen werden.

Leistungen im Überblick

  • Regelmäßige Hufpflege: Entfernen von überschüssigem Horn, Säubern des Hufes und fachgerechtes Kürzen der Hufwand.
  • Hufbalance & Bearbeitungsplan: Ausbalancieren des Hufes zur Unterstützung einer korrekten Hufmechanik und bestmöglichen Durchblutung.
  • Stellungs- und Belastungskorrektur: Bearbeitung zur Reduktion von Fehlbelastungen – mit Blick auf Bewegungsablauf, Rücken und Gesamtbalance.
  • Beratung: Hinweise zur Hufgesundheit, Haltung, Fütterung und – wenn sinnvoll – zum Einsatz von Hufschuhen.
  • Prophylaxe: Vorbeugung typischer Probleme wie Risse, mangelhafte Hornqualität oder Strahlfäule.

→ Bei Bedarf arbeite ich eng mit Tierärztinnen/Tierärzten sowie Therapeutinnen/Therapeuten zusammen, um eine sinnvolle, ganzheitliche Unterstützung für Pferd und Huf zu ermöglichen.

Meine Qualifikation

Ich bin ausgebildeter und geprüfter "Barhufbearbeiter BPHC".

2014, RHS Schule für Barhufbearbeitung, Nerdlen

Urkunde "Barhufbearbeiter BPHC"

BPHC – ganzheitliche Barhufbearbeitung

Die BPHC-Hufbearbeitung ist eine individuelle, biomechanisch orientierte Methode zur Gesunderhaltung und Unterstützung der Heilung von Pferdehufen. Sie verbindet anatomisches Wissen mit der Analyse von Gangbild und Hufmechanik, um ungünstige Zug- und Druckspitzen zu reduzieren – bei Bedarf unter Einbeziehung physiotherapeutischer Grundlagen.

  • Ganzheitlicher Blick: Berücksichtigung von Bewegungsapparat, Gliedmaßenstellung, Hufmechanik und Hornqualität.
  • Individuelle Bearbeitung: Ziel ist ein physiologischer, ausbalancierter Huf – angepasst an Ausgangssituation, Nutzung und Befund.
  • Sorgfältige Hufbeurteilung: „Lesen“ des Hufes vor der Bearbeitung; auf Wunsch mit Fotodokumentation (z.B. Sohle und Seitenansichten auf Bodenhöhe).
  • Schonend & nachhaltig: Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Barhuf-Fähigkeit mit dem Fokus auf tragfähigen Strukturen und gesunder Hufmechanik.

Gern bespreche ich mit Ihnen, was Ihr Pferd aktuell braucht, und empfehle einen passenden Bearbeitungsrhythmus.

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